The Legend of Zelda: The Minish Cap (jap. ゼルダの伝説 ふしぎのぼうし, Zeruda no Densetsu: Fushigi no Bōshi, wörtlich: Die Legende von Zelda: Die Mütze der Wunder) ist ein Videospiel von Capcom aus dem Jahr 2004, welches am 12. November 2004 in Europa für den Game Boy Advance veröffentlicht wurde.


Handlung
Prinzessin Zelda wird von Vaati, einem bösen Dämon, versteinert, welcher das Force sucht. Link macht sich abermals auf, sie zu retten und findet im Verlauf seiner Reise die sprechende Zipfelmütze Ezelo, welche die magische Fähigkeit besitzt, ihren Träger schrumpfen zu lassen. Ezelo ist in Wirklichkeit ein Zauberer und Vaatis Lehrer. Er wurde von seinem Schüler in diese Mützenform verhext, als er ihn beim Stehlen der Mütze der Wünsche erwischte. Sie erfüllt ihrem Träger jeden Wunsch, weshalb Vaati zu einem Hexer wurde. In miniaturisierter Form stößt Link daraufhin auf das Volk der Minish, welches ihn fortan auf seiner Reise unterstützt. Außerdem kann er Fragmente (in Form von in zwei Hälften geteilten Münzen) vereinen, mit denen man verschiedene Ereignisse hervorrufen kann. Das eigentliche Ziel ist aber, das heilige Schwert der Minish mit Hilfe der vier Elemente wiederherzustellen, nachdem Vaati es zerstört hatte. Im Endkampf kommt Link zu spät und Vaati erhält die Kraft des Force, welches aus ihm ein gottgleiches Wesen machen soll – tatsächlich entsteht jedoch ein Dämon, womit sich seine Gestalt seinem finsteren Wesen angepasst hat. Letztendlich kann Link ihn jedoch in dem Schwert der Vier versiegeln und Zelda retten.

Damit erhält auch Ezelo seine wahre Gestalt wieder. Er verabschiedet sich von Link und Zelda und kehrt in seine Heimat zurück. Link erhält eine richtige grüne Zipfelmütze als Abschiedsgeschenk.

Manga
Unter dem gleichnamigen Titel The Legend of Zelda: The Minish Cap wurde das Spiel im Jahr 2006 offiziell als Manga vom Mangaka-Duo Akira Himekawa adaptiert. Anders als in Four Swords Adventures wurde der comichafte Grafikstil des Vorlagespiels übernommen. TOKYOPOP veröffentlichte den Manga im Jahr 2010 in Deutschland.

Die Handlung ist nahezu mit den Geschehnissen im Spiel identisch. Vaati bekommt hier allerdings Angst vor seiner vollständigen Verwandlung in einen Dämon und wird wieder in einen Minish zurückverwandelt. Ohne die Mütze der Wünsche ist er nun keine Bedrohung mehr, bereut seine Taten und kehrt mit Ezelo für immer in die Welt der Minish zurück. Ohne das konsequente Ende des Spiels fehlt hier der Bezug zur Four-Swords-Saga.

Hintergrund
Das Spiel enthält eine „Spielwelt in der Spielwelt“, die beide spielerisch miteinander verbunden sind. Der Spieler kann sich mithilfe seiner Zaubermütze an bestimmten Spielorten schrumpfen und auf diese Weise beide Spielwelten besuchen. Einige Bereiche sind nur in der einen oder anderen Größe besuchbar.

Die Idee, Geschichten aus der Sicht geschrumpfter Protagonisten zu erzählen, gibt es seit Filmen wie Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft oder Die Reise ins Ich. Im Zelda-Universum ist die Idee eine der wenigen Anleihen aus der Science-Fiction.

Neu geschaffen wurde auch der Magische Krug, ein Gegenstand mit zauberhafter Saugkraft, mit dem sich die Spielwelt von Spinnweben, Staub, einigen Gegenständen und leichten Gegnern säubern lässt. Für den Spielfortschritt ist der Einsatz des Magischen Kruges an gewissen Punkten notwendig.

Nach dem großen Erfolg von Super Mario Sunshine zwei Jahre zuvor hatte das Team die Idee, einen Gegenstand wie die Reinigungsdüse Dreckweg 08/17 auch in Zelda einzuführen. Bis Breath of the Wild gab es jedoch keine von Magie angetriebenen Maschinen im Zelda-Universum. Außerdem ist in einer Zelda-Abenteuerwelt nicht überall Wasser verfügbar. Mit dem Phänomen der Luft war der Zelda-Spieler schon seit Wind Waker vertraut, sodass man für Minish Cap auf die allgegenwärtigen Krüge zurückgriff und einen von ihnen zu einem Staubsauger „verzauberte“. In veränderter Form hatte der magische Krug in Skyward Sword einen erneuten Auftritt und ähnelt dort viel mehr einem Staubsauger; seiner eigentlichen Funktion. Grafisch ähnelt das Spiel Four Swords, der Spieler sieht alles aus der Vogelperspektive. Gestaltung und Animationen folgen dem seit Wind Waker etablierten Cartoon-Stil. Diversen Hinweisen im Spiel selbst und einigen Aussagen der Entwickler zufolge handelt es sich im chronologischen Zusammenhang des Spielgeschehens um das erste Zelda-Spiel in der Four-Swords-Saga.

Durch das im Zelda-Universum neu eingeführte Volk der Minish wird eine Antwort auf die Frage nach der Herkunft der Gegenstände, die man häufig unter Büschen und Gräsern findet, präsentiert. Außerdem beantwortet das Spiel die Frage, wie Link zu seiner Mütze kam.

Es ist das einzige originale, alleinstehende Zelda-Spiel für den Game Boy Advance. Das Zelda-Franchise auf dem Game Boy Advance wurde nicht von Nintendo, sondern von Capcom verantwortet, die auch die Portierung von A Link To The Past durchführten.

Screenshots

Gameplay Videos
GBA Version